Neu im Programm bei der Firma Die Wuchshülle SG GmbH ist ein flexibler Stab aus Fiberglas. Im Gegensatz zu den bisher meist eingesetzten Befestigungsstäben aus Robinienholz ist der Triflex-Universalfiberglasstab biegsam und erlaubt es, der Pflanze bei Wind mitzuschwingen.
Ein Kritikpunkt an Wuchshüllen war in verschiedenen Untersuchungen die geringere Wurzelbildung durch die Fixierung der Pflanzen. Wird ein Baum nicht bewegt, fehlen Scherkräfte an den Wurzeln, die das Wurzelwachstum zusätzlich stimulieren. Dies soll durch die flexiblen Stäbe vermieden werden. Die Wuchshüllen samt der geschützten Pflanzen können dank des flexiblen Stabs mit dem Wind schwingen. Durch seinen dreieckigen Grundriss ist der neue Stab zudem äußerst haltbar und leicht.
Ausbringung und Wiederverwertung
Für die Ausbringung auf der Fläche gibt es spezielle Tragetaschen und sonstiges Zubehör. Zum Einschlagen empfehlt sich eine spezielle Einschlaghülse, um den Fiberglasstab nicht zu beschädigen. Kabelbinder bedarf es bei diesem Hersteller nicht, da die Wuchshüllen verschiede Laschen haben, die nach innen gefaltet werden können und den Stab aufnehmen. Die neuen Wuchshüllen haben etwas größere Laschen für die Robinienholzstäbe und kleine für die Fiberglasstäbe. Weiter sind die Hüllen bewusst UV-stabil und werden nach Gebrauch wieder von der Fläche geholt. Sie können oft ein zweites Mal eingesetzt werden. Die neuen Stäbe sind voraussichtlich noch viel länger einsetzbar.
Wuchshüllen bieten dem Verwender viele Möglichkeiten, wobei die Auswirkungen auf die Forstpflanze häufig unklar sind. Wie sich das Mikroklima in einer Wuchshülle im Vergleich zu Freilandbedingungen verhält und welche Bedeutung das für das Pflanzenwachstum hat, wurde in einer Studie exemplarisch betrachtet.
Seit über 30 Jahren ist die Wuchshülle für die forstliche Verwendung erhältlich und erzielt trotz polarisierendem Ruf einen stetig steigenden Absatz. Die Verwendungen der Hülle sind zahlreich und reichen vom Fegeschutz bis hin zur Abwehr von Begleitvegetation. Aktuell wird vermehrt auf die namensgebende wuchsfördernde Wirkung gesetzt. Die meisten Untersuchungen zu Wuchshüllen stammen aus dem Ausland. Jedoch unterscheiden sich dortige Bedingungen bei der Kulturbegründung teils deutlich von denen in Deutschland.
Wie sich die Wuchshüllen auf das Wachstum von Forstpflanzen auswirken können, wurde in einer Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Waldbau der Technischen Universität München untersucht.
Schneller Überblick:
Ausgewertet wird ein Feldversuch zum Wachstum von Stieleichen innerhalb und außerhalb von Wuchshüllen
Untersucht wurden im Zusammenhang mit Lufttemperatur, relativer Luftfeuchte und Dampfdruckdefizit die Gesamthöhe der Pflanzen, ihre Jahrestrieblänge, der Wurzelhalsdurchmesser und das H/DVerhältnis
Es werden Unterschiede zwischen dem Wachstum von Eichen in Wuchshüllen im Vergleich zu Freilandbedingungen diskutiert
In meinem Gastkommentar „Jede Blüte zählt…“ bekenne ich mich als leidenschaftliche Gärtnerin und Naturliebhaberin. Natürlich mag ich den Wald und mir ist klar, wie wichtig Wald für Mensch und Natur ist. Aber dennoch bin ich eben in erster Linie Gärtnerin und kenne mich mit Naturgärten aus. Aber wer Josef Guggemos kennt, weiß wie ansteckend seine Liebe zum ökologisch wertvollen Wald ist. Bei einer der Waldführungen, die ich mit ihm genießen konnte, zeigte er mir seine neu angepflanzten „Waldränder“. Da hatte ich mir noch nie wirklich Gedanken gemacht. Der Waldrand ist doch einfach da? Nein – ist er inzwischen nicht mehr. Viele Waldbesitzer kümmern sich bei der Aufforstung nicht um den Aufbau eines funktionierenden Waldrandes. Ja, ein guter Waldrand hat „Funktionen“. Er bietet Lebensraum für schützenwerte Pflanzen und Tiere und er bietet darüber hinaus auch Schutz für die Forstkultur.
Zuhause für allerlei Seltenes
Ich argumentiere natürlich an erster Stelle mit den Dingen, an denen mein Herz hängt: Raum für inzwischen selten gewordene Wildpflanzen und in deren Gefolge viele Tierarten. Waldränder sind sogenannte „Saumbiotope“ – sie sind Übergangsbereiche von Wald zu angrenzender Landschaft. Geht man in den Wald hinein, sollte der wirksame Waldrand einen „Krautsaum“ mit empfohlenen 5 Metern Breite haben. Es folgt der „Gehölzmantel“ mit einer idealen Breite von ca. 10 Metern. Dann das Areal der „Baumtraufe“ und schließlich der Wald.
Ich konnte, wie man sieht, wunderbare Fotos an den Waldrändern von Josef Guggemos machen. Die Vorkommen von Wildkräutern unterscheidet sich natürlich je nach Region und Standort. Die häufigsten Vertreter sind Springkräuter, Waldwicken, Weidenröschen, Fingerhut, Brennnesseln und Minze. Auch Himbeeren und Brombeeren gedeihen dort gut. Unendlich wichtig für die Insektenwelt, die wie inzwischen jeder weiß, hochgradig gefährdet ist. Tagfalter wie Waldbrettspiel, Perlmuttfalter, Bläulinge, Distelfalter und so weiter finden dort Nahrung. Heuschrecken, Käfer und die mir so wichtigen Wildbienen haben hier Rückzugsgebiete.
Lebensraum für Forstnützlinge
Die natürlichen Gegenspieler von Schadinsekten wie Frostspanner, Kiefernspanner oder Mailzünsler sind im Waldrand zu finden. Verschiedene Specht Arten, Neuntöter, Meisen und Fledermäuse sind hier in Aktion. Bussarde haben hier ihren Ansitz zur Jagd nach Mäusen auf den angrenzenden Wiesen. Auch Reptilien wie Ringelnatter, Blindschleichen, Kröten und Zauneidechsen sind in diesen Biotopen zu finden. Man sieht, nicht nur die Natur profitiert – auf lange Sicht auch der Waldbesitzer.
Windschutz und Filter
Gestufte Waldränder und Feldgehölze haben eine große Bedeutung als Windschutz. Vor allem in der Hauptwindrichtung aus Nord-Westen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich gezeigt, dass auf Waldstücken, ohne vorgelagerten Waldrand, starke Windböen frontal auftreffen und oft ganze Bestände niederwalzen. Ein allmählich ansteigender Waldrand bewirkt, dass der Sturm sich gewissermaßen „totläuft“. Förster bezeichnen den Waldrand oft als „Haustür“ zum Wald.
An intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen können intakte, gut aufgebaute Waldränder auch verhindern, dass Spritzmittel in die Forstfläche eindringen können. Man kann hier von einer regelrechten „Filteranlage“ zum Schutz der Forstgehölze sprechen.
Ideen für die Bepflanzung
Vorschläge für sonnige und halbschattige Standorte:
Heckenrosen
Schlehen und Holunder
Ebereschen
Haselnuss
Heckenkirsche und Kornelkirsche
Weißdorn und Kreuzdorn
Weiden
Hartriegel
Brombeeren und Himbeeren
Vorschläge für schattige Standorte:
Gemeiner Schneeball
Pfaffenhütchen
Salweide
Faulbaum
Geeignete Baumarten für den Waldrand sind z. B. Hainbuchen, Elsbeeren, Ahorn, Stieleichen und Traubeneichen, Wildäpfel und Kirschen.
Neu gepflanzte Waldränder sollten unbedingt gegen Wildverbiss geschützt werden – auch hier kommen die Wuchshüllen der Firma Guggemos zum sinnvollen Einsatz, bis die Pflanzen sich etabliert haben und nicht mehr gefährdet sind.
Wissenswertes zu natürlichen Waldrändern
Die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten haben oft Informationen zur Anlage von funktionierenden Waldrändern. Ich habe beim „Deutschen Verband für Landschaftspflege“ unter lpv.de unter „Publikationen“ eine ausführliche Broschüre zum Thema „Waldrand“ gefunden. Man kann sich hier gut zur Bedeutung, Schutz- und Pflegemaßnahmen eines natürlichen Waldrandes informieren.
Nicht nur der Waldbesitzer, die Pflanzen- und Tierwelt profitieren von einem schönen und naturnahen Waldrand. Herrlich blühende Sträucher und Bäume im Frühling, Fruchtbehang im Sommer und teils wunderschöne Laubfärbungen im Herbst erfreuen die Spaziergänger und Anwohner – und da bin ich als Garten– und Naturliebhaberin Waldbesitzern wie Josef Guggemos dankbar, dass sie sich Gedanken um den Waldrand machen.
Unsere drei Prachtstücke, neueste Ausführung, für alle Forstpflanzen, sonstige Pflanzen und Sträucher, decken alle Ihre Wünsche hinsichtlich Einzelschutz ab.
Hier sehen Sie die jeweils neuesten Versionen der Wuchshülle SG, eingesetzt bei Weißtannen vom zweiten bis zum vierten Wuchsjahr. Je nach Anforderung, Pflanze und Umgebung gibt es drei unterschiedliche Größen der Wuchshülle SG (jeweils 1200mm hoch):
95mm x 95mm
85mm x 85mm
128mm x 128mm
Sollten Sie eine extra stabile Variante benötigen, so sind die Hüllen auch mit einer stärkeren Wanddicke erhältlich.
Gerne beraten wir Sie bei der Wahl der Hülle, sprechen Sie uns einfach an.
Waldbesitzerporträt in der Zeitschrift „Deutscher Waldbesitzer 5 / 2017“
„Josef Guggemos war sein Leben lang Sägewerker mit Herz und Blut. Nach der Einstellung des Sägebetriebs im Jahr 2004 konzentrierte sich der Unruheständler auf seinen Wald und dessen Pflege.
Mittlerweile bewirtschaftet Guggemos über 80 ha Wald in Bayern und Niedersachsen. Besonders die später zugekauften Flächen waren zum Teil in sehr schlechtem Zustand, sodass er sich Gedanken um eine Erneuerung bzw. Verjüngung machte. Dabei kam der naturverbundene und sparsame Schwabe schnell dazu, Wuchshüllen zu verwenden anstatt Zäune zu bauen. Die ersten Wuchshüllen kaufte er ganz normal bei einem Händler.
Wuchshüllen haben vielfältige Vorzüge. Schnell und ohne großen Aufwand können Jungpflanzen geschützt werden. Aufwendiges Freischneiden kann dabei weitgehend entfallen und die Natur hat die Gelegenheit, sich auf den Flächen ungestört zu entwickeln.“
Im Rahmen der Dinkelscherbener Leistungsschau 2017 stellten auf dem Gelände der Guggemos Whirlpool GmbH unter anderem die drei Baumschulen Grenzebach, Haage und Sailer aus, welche sich im Kreis Mittelschwaben und darüber hinaus einen Namen gemacht haben und die Wuchshülle SG verwenden.
Mein Name ist Christiane Mayer und ich bin eine leidenschaftliche Gärtnerin mit einem wunderbaren 2.500 qm großen Naturgarten. Ich bin ehrenamtlich als Referentin des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege in Bayern mit Gartenvorträgen im Freizeitgartenbau tätig. Über eines meiner Vortragsthemen „Wildbiene und Co. – Nützlinge im Garten“ habe ich Josef Guggemos und seine Wuchshüllen kennengelernt.
Was baut denn da?
In fast allen seiner Wuchshüllen bauen schlanke und auffallend sanftmütige Wespen ihre Nester. Er wollte mir ein solches Nest zeigen, weil er diese Wespenart nicht kannte. Es handelt sich hier um die Gallische- oder Französische Feldwespe. Sie haben einen tropfenförmigen Hinterleib und während des Fluges hängen die Beine lang nach unten. Sie bauen an geschützten, warmen Hohlräumen ihre sehr kleinen, kugelförmigen und offenen Nester – meist nur 10 bis 30 Tiere pro Nest. Feldwespen sind sehr friedfertig, sie stechen nur, wenn ihr Nest direkt berührt wird. Der Stich ist bei weitem nicht so schmerzhaft wie der der Deutschen Wespe – der Stich der Feldwespe verursacht, wenn der Stachel überhaupt die menschliche Haut durchdringt, nur einen relativ harmlosen „Pikser“. Tatsächlich – keinerlei Aufregung beim Feldwespenvolk als wir die Wuchshülle öffneten, um Fotos zu machen.
Wozu sind Feldwespen im Wald nützlich?
Das fragt sich der eine oder andere Leser jetzt vielleicht. Die meisten Menschen empfinden Wespen allgemein einfach nur als lästig oder gar gefährlich und bekämpfen ihre Nester. Es gibt in Deutschland 8 staatenbildende Wespenarten. Angriffslustig in der weiteren Umgebung des Nestes und lästiger Besucher am Biergartentisch sind aber tatsächlich nur 2 Arten – die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe (wie passend). Aber alle Wespenarten sind sehr nützlich und wichtig für die Natur. Wespen sind hervorragende Schädlingsvernichter. Größere Wespenvölker vertilgen täglich bis zu 0,5 Kilogramm (!) Insekten. Erwachsene Tiere sind Blütenbesucher und ernähren sich vom süßen Blütennektar. Sie bestäuben dabei nebenher auch die Blüten. Die Brut braucht proteinreiche Kost – sie wird ausschließlich mit Insekten jeglicher Art ernährt. Ich selbst habe schon oft erlebt, dass so manche Raupe, Laus oder Falter von Wespen oder Hornissen abtransportiert wurde. Auch Mücken und Fliegen sind Lieblingsspeisen. Man stelle sich vor, wie geplagt wir wären ohne solche Helfer in der Natur. Viele Baumschädlinge stehen auf dem Speiseplan – jeder Waldbesitzer sollte Wespen lieben.
Die Zeit der Brutpflege endet im August. Nun beginnt die Zeit, in der sich die erwachsenen Wespen nur noch selbst ernähren müssen. Die besagten zwei Arten kommen dann auf den Zwetschgenkuchen. Die anderen Arten – auch die beschriebene Feldwespe – greift auf Blüten und Fallobst zurück, bis sie dann im Laufe des Frühherbstes alle sterben. Nur die während des Sommers geschlüpften, jungen Königinnen überwintern und gründen im nächsten Frühjahr ihre kleinen Völker.
Ein Meer von Blüten – mitten im Wald
Josef Guggemos stellte mir die Vorteile seiner Wuchshüllen in seinem Wald vor. Auf das zeitaufwendige und anstrengende Ausmähen der Konkurrenzvegetation kann größtenteils verzichtet werden – einer der großen Vorteile der Wuchshüllen für die Waldbesitzer. Aus meiner Sicht aber auch ein großartiger Beitrag für die Natur! Ich habe in den zwei Stunden, in denen wir unterwegs waren, mehr Schmetterlingsarten gesehen als in den letzten Jahren…. Ich war überwältigt von der Blütenpracht auf seinen Forstflächen. Ein wunderbares Miteinander von Natur und „trotzdem“ prächtigen Forstpflanzen. Ich wünsche Josef Guggemos und seinen Wuchshüllen viel Erfolg – die Natur dankt es uns.
Eine Waldbegehung zeigt uns die Einsatzmöglichkeiten der Wuchshülle SG auf verschiedenen Flächen mit unterschiedlichen Baumarten.
Auf einer Begehung des Waldes, wurde den Teilnehmern der Exkursion die Funktionsweise der Wuchshülle SG nähergebracht. In Abschnitten des Waldes auf denen die Wuchshülle SG bereits zum Einsatz kommt, wurde die positive Auswirkung auf die Pflanzen in den verschiedenen Stadien des Wachstums verdeutlicht.
Außerdem erläuterten die Gründer und Geschäftsführer Herr Guggemos und Herr Wagner den Aufbau und das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten.
Anlieferung von gefalteten Wuchshüllen und Stäben per Spedition direkt an die Pflanzfläche. Verpackt im WP-Halbfaltkarton groß mit Big Bag Max zum direkten Austragen in die Fläche.
Im vorgesehenen Pflanzverband ausgesteckte Pflanzreihen. Die gefalteten Wuchshüllen werden ebenfalls vor Beginn der Pflanzarbeiten ausgetragen und auf die Stäbe gesteckt. So können die jungen Pflanzen unmittelbar nach dem Pflanzvorgang ohne Zeitverzug mit Wuchshüllen versehen und geschützt werden.